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Chronologie


September 2008

Die Schneppendorfer erfahren von dem Vorhaben des großflächigen Kiesabbaus rund um ihr Dorf


30.09.2008

Gegen den geplanten Kiestagebau in Schneppendorf sind bei der Landesdirektion in Chemnitz 1.500 Einwände eingegangen, die meisten von Privatpersonen. Petra Mättig, die den Raumordnungsantrag bearbeitet, fühlt sich von den Schreiben regelrecht überschüttet. Aus vielen Einwänden geht hervor: Die Leute haben Angst vor den Folgen des Abbaus. Bis Ende des Jahres will die Landesdirektion entscheiden, ob die Sandwerke Biesern abbauen dürfen oder nicht.


06.11.2008

Eine Delegationen der Bürgerinitiative besucht die Sandwerke Biesern.

Die Ressourcen in Biesern werden noch für Jahrzehnte reichen.

Unsere Befürchtungen wurden bestätigt!!!! Bei Durchsetzung des Vorhabens der Sandwerke wird es irreparable Schäden an Natur und Umwelt geben! Die Umweltbelastung durch Lärm und Staub wird für die Anwohner hoch sein!

Ein Kiestagebau dieser Dimension in unmittelbarer Nähe der Wohnbebauung ist unzumutbar!


26.01.2009

Mitglieder der Bürgerinitiative treffen sich in Dresden mit dem sächsischen Innenminister Albrecht Buttolo. Das Gespräch findet in einer sehr angenehmen und konstruktiven Atmosphäre statt. Der Innenminister sowie der zuständige Leiter der obersten Raumordnungs- und Landesentwicklungsplanung zeigen Verständnis für die betroffene Bevölkerung und stellen kritische Fragen zum geplanten Vorhaben. Außerdem wird eine sehr tiefgreifende Prüfung des Raumordnungsantrag durch die verantwortlichen Ämter in Aussicht gestellt. Der Innenminister verdeutlicht aber auch, dass die endgültige Entscheidung der Verträglichkeitsprüfung durch die Landesdirektion Chemnitz getroffen wird.


28.01.2009

Die vielen Einsprüche gegen den geplanten Tagebau in Schneppendorf zeigen bei der Landesdirektion Wirkung. Der zusätzliche Abbau von Kies und Sand könnte für die Region eine zu hohe Belastung sein, sagte Petra Mättig Radio Zwickau. Dieser Punkt werde jetzt gesondert geprüft. Hintergrund: Allein im Stadtgebiet Zwickau werden auf 300 Hektar Kies, Sand und Lehm abgebaut. Mitte Februar will die Landesdirektion ihre Entscheidung bekanntgeben.


28.02.2009

Das Raumordnungsverfahren zum Kiessandabbau wird mit Auflagen genehmigt. Diese Auflagen

müssen im nun zu erwartenden Planfeststellungsverfahren berücksichtigt werden.


10.08.2009

Vertreter des Petitionsausschusses des sächsischen Landtages und verschiedener Ministerien kommen nach Schneppendorf, um sich vor Ort ein Bild vom geplanten Kiesabbau zu machen. Bei einer nichtöffentlichen Diskussion im Rathaus Crossen übergeben Mitglieder unserer Bürgerinitiative einen Katalog mit 70 Fragen, die von den entsprechenden Institutionen verbindlich bis Mitte September beantwortet werden müssen. Im Anschluss besichtigten die Vertreter von Wirtschafts- und Innenministerium, Oberbergamt und Landesdirektion gemeinsam mit  den Mitgliedern unsererer Bürgerinitiative die zwei geplanten Abbaufelder.


11.09.2010

Zentraler Workshop zu Bergrechtsfragen des Netzwerkes der Initiativgruppen Gesteinsabbau e.V. in Zwickau

Thema: Einzelfall oder Prinzip? Der skandalöse Umgang mit dem Bergrecht in den neuen Bundesländern am Fallbeispiel der geplanten Schneppendorfer Kiestagebaue.


01.11.2011

Zur Einwohnerversammlung werden die Schneppendorfer darüber informiert, dass die Stadt Zwickau die Ansiedlung eines Industriegebietes vor den Toren von Schneppendorf plant. Die Stadt spricht von einem Gewerbegebiet, obwohl es sich um ein Industriegebiet handelt - ein riesiger Unterschied. Sofort wird an anderer Stelle eine neue „Front“ eröffnet.


14.12.2011

Klare Stellungnahme der Bürgerinitiative auch gegen dieses Vorhaben, denn auch hier geht es um die Erhaltung der Natur und eines gesunden Wohnumfeldes. Man ist sich einig ggf. auch rechtliche Schritte gegen die Planung dieses Gebietes einzuleiten.


Mai 2012

Widerruf der Bergrechte an beiden Teilflächen für die Sandwerke Biesern durch das Oberbergamt in Freiberg.

Die Sandwerke Biesern haben gegen diese Entscheidung Widerspruch eingelegt.


23.07.2012

Die Stadt Zwickau treibt die Planungen des Industriegebietes voran, es wird schon mit den Eigentümern der Flächen bzgl. eines Verkaufs gesprochen. Allerdings schreibt eine Stellungnahme des Regierungspräsidiums in Chemnitz der Stadt vor,
dass sich nur landesweit bedeutsame Einzelvorhaben ansiedeln dürfen - sprich Großunternehmen mit vielen zu schaffenden Arbeitsplätzen.


Oktober 2012

Das Oberbergamt in Freiberg weist den Widerspruch der Sandwerke Biesern ab. Diese haben kein Recht mehr in Schneppendorf Kies abzubauen. Das Oberbergamt in Freiberg hat mitgeteilt, dass es den Widerspruch des Unternehmens gegen die Entscheidung zurückgewiesen hat. Allerdings wollen die Sandwerke vor dem Verwaltungsgericht gegen diese Entscheidung klagen.


2013

Die Planung des Industriegebietes wird von der Stadt Zwickau aufgegeben. Es soll nun an anderer Stelle  - auf der gegenüberliegenden Seite des Ortes als Industriegebiet „Nord“ - entstehen.


01.09.2014

Durch die Stadt wird ein Projektentwickler eingesetzt, der die Eigentümer zum Verkauf der Flächen für das Industriegebiet „Nord“ bewegen soll. Doch nur wenige sind daran interessiert.


04.01.2015

Die Stadt meldet, das erste Verhandlungen zum Kauf der Flächen abgeschlossen wären. Doch der Prozess scheint nur schleppend voran zu gehen und inzwischen bezweifeln viele, dass das riesige Industriegebiet überhaupt benötigt wird.


21.01.2016

Die Medien vermelden, dass durch eine Haushaltssperre die Planung des Industriegebietes „Nord“ auf Eis liegt.

Ende offen …